Blick hinter die Kulissen
Ein Tag bei mir im Homeoffice
Dieser Blogartikel ist mein Beitrag zur Blogparade „Hinter den Kulissen selbstständiger Frauen“ von Linda. Darin zeigen Selbstständige ihren echten Business-Alltag – ungeschminkt und ohne Perfektion.
Heute nehme ich Dich mit hinter meine eigenen Business-Kulissen.
Vieles ist wahrscheinlich anders, als du vermutest. In manchem erkennst du dich vielleicht wieder.

Warum ich das schönste Büro habe
Ich habe einen Joker: unseren Collie-Rüden Tonda. Manchmal legt er sich bei mir ins Büro auf den Boden und schläft und ansonsten schaut er immer mal vorbei.
Wenn mein Collie mit im Büro ist, kann keine schlechte Laune aufkommen und ich denke an meine eigenen Pausen, denn:
1. Szenario: Er kommt rein und fiept, was so viel bedeuten kann, wie: Hunger, Pipi, Raus oder Langeweile. Dann muss ich eh die Leine holen und los…
2. Szenario: Er schläft neben mir und ich denke daran, dass ich auch eine kleine Siesta machen oder mich zumindest mal ausstrecken könnte.

Mein Arbeitsplatz im Homeoffice
Die meiste Zeit findest Du mich am Schreibtisch. Ich habe mir extra eine Blaulicht-Brille gekauft, damit meine Augen von der vielen Bildschirmarbeit nicht geschädigt werden.
Ordnung oder kreatives Chaos?
Die Selbstständigkeit hat mich diszipliniert. Darüber staune ich am meisten. Ich war eine große Verfechterin des kreativen Chaos, doch in Kombination mit meiner Selbstständigkeit funktioniert das nicht mehr. Ich brauche den Überblick und alles wieder wegzuräumen bedeutet für mich: Feierabend.
Daher versuche ich Ordnung zu halten. Das klappt nicht immer, denn es sammeln sich schnell neue Bücher und Notizzettel an. Spätestens am Wochenende räume ich auf, um wieder gut gelaunt und sortiert in die neue Woche zu starten.
Wie der Tag beginnt
Da mir meine Business-Themen und die Anliegen meiner Kundinnen wirklich am Herzen liegen, kann es schon passieren, dass ich das Notizbuch morgens schneller in der Hand habe, als ich „Guten Morgen“ sagen kann, weil mir direkt ein Schreibimpuls kommt. Mein Mann hat sich schon daran gewöhnt.
Das finde ich aber in Ordnung, denn ich befasse mich super gerne mit meinen Projekten.
Bevor ich den Laptop aufklappe, schaue ich auf meinen Wochenplan: Was steht heute an? Manchmal lege ich auch einfach los und schau erst später drauf.

Meine Morgenroutine
Ob du es glaubst oder nicht, gute Routinen habe ich mir erst durch meine Selbstständigkeit angewöhnt und trotzdem durchbreche ich sie immer wieder…
Da ich morgens etwas Zeit brauche, um richtig wach zu werden, drehe ich oft erst eine Runde durch den Garten. Im Sommer pflücke ich ein paar Himbeeren, zupfe hier und da welke Blüten von den Pflanzen oder schnapp mir die Gießkanne und schau, dass ich bald wieder reinkomme.
Nach dem Zähneputzen mache ich mir direkt einen Tee. Im Sommer liebe ich Grüntee, denn er wird mit 80 °C heißem Wasser aufgegossen und muss nur kurz ziehen.
Gerade liebe ich morgens einen Matcha-Latte mit Pflanzenmilch an. Das geht noch schneller und ich bin ganz verrückt nach dem grünen Pulver!

Wenn es ein guter Morgen ist, dann gehört zu meiner Morgenroutine eine Runde Yoga. Leider kommt da gerne mal was dazwischen. Wenn es sehr heiß ist, muss ich sofort mit dem Hund raus.
Manchmal bin ich direkt im Schreibflow und vergesse darüber die Yogamatte. Oder ich laufe zwischen Yogamatte und Notizbuch hin und her, weil mir beim Yoga ständig neue Schreibimpulse kommen.
Tatsächlich starte ich gerne ohne Handy in den Tag und lasse es noch eine Weile im Flugmodus. So komme ich besser in den Flow.

Kleine Helferlein
Meine Business-Tools sind komplett oldschool: Ein Kalender aus Papier, Notizbücher, die Rückseite von ausrangiertem Papier und Stifte zum wieder Ausradieren.
Meine Notizbücher trage ich überall mit mir herum. Ich schreibe auf der Terrasse, in meinem Lieblingssessel, am Küchentisch, unterwegs auf einem Spaziergang oder auf der Wiese am See.

Ich habe einen Habit-Tracker mit Kästchen. Darin halte ich fest, ob ich Yoga gemacht habe oder ein Backup auf der externen Festplatte… Darin steht auch: Chillen und Kreativ-Zeit.
Es motiviert mich wirklich, Häkchen zu machen. Da ich meine eigene Chefin bin, brauche ich ein klitzekleines bisschen Kontrolle…
Ich habe mir selbst einen Wochenplan kreiert, in den ich meine Todos und Termine eintrage.
Mein absolutes Lieblings-Todo
Das Liebste an meiner Arbeit sind mir die Gespräche mit meinen Kundinnen und die persönliche Begleitung.
Außerdem liebe ich alles Kreative: Fotos für meinen Inspiration-Letter auswählen, ganz im Flow neue Blog-Artikel und Herzenleuchten®-Briefe schreiben und an meinen Büchern weiterschreiben.
Am Anfang der Woche lasse ich noch das Bauchgefühl über meine Todos entscheiden. Ab Mittwoch darf ich dann die Dinge erledigen, die unbedingt noch gemacht werden müssen…

Am Laptop habe ich tatsächlich immer nur einen Tab geöffnet, denn ich arbeite gerne voll konzentriert. Also mache ich nur eine Sache auf einmal.
Im Alltag sieht das anders aus. Da koche ich, gieße gleichzeitig die Blumen, stelle eben mal schnell dem Hund das Futter hin und beantworte nebenher noch WhatsApp-Nachrichten. Das geht so lange gut, wie nichts anbrennt.
Was ich am liebsten vor mir herschiebe
Was ich immer gerne auf den nächsten Tag schieben möchte, ist die Technik. Gerade arbeite ich mich intensiv in SEO ein und da bleibt mir nichts anderes übrig, als meine technischen Fähigkeiten zu erweitern.
Mein Trick dabei: Ich beginne damit sofort am Anfang eines Tages.
Und für Fleißarbeit brauche ich immer einen kleinen Schubs und einen Grund, warum ich das tue.
Lieblingspausen
Die erste Pause ist meist die Frühstückspause. Doch meine eindeutige Lieblingspause ist die mit Tonda.

Zum Glück muss der Hund raus. Aus zwei Gründen:
1. Wenn ich voll im Flow bin, vergesse ich die Zeit, und da holt Tonda mich wieder aus meinem Schaffensdrang raus.
2. Wenn ich nicht weiß, wo ich heute anfangen soll, kann ich erst einmal mit dem süßen Wollknäuel losziehen. Runter an den Fluss oder ab in den Wald.
Die größte Gefahr im Homeoffice.
Meiner Meinung nach gibt es genau zwei Gefahren:
1. Zu viele Pausen: Eben mal schnell die Wäsche rein… und eben mal schnell aufhängen. Eben mal…
2. Keine Pausen: Voll durcharbeiten, weil niemand sagt: „Hey du, Zeit fürs Mittagessen!“
Start in den Feierabend
Ich freue mich immer über den Feierabend, denn wir haben es hier so schön. Mein Mann und ich sind 2024 nach Österreich ausgewandert und haben uns einen Lieblingsplatz zum Leben ausgewählt.
Wir können immer etwas Schönes unternehmen: An den Faaker-See, in die Stadt, einfach im Garten sein oder etwas Kreatives tun. Mir ist sowieso nie langweilig.
Der Feierabend ist mir heilig und als Abschluss-Ritual räume ich, wenn möglich, direkt den Schreibtisch wieder frei.

Mein Feierabend
Der Feierabend beginnt in der Küche, wo mein Mann und ich zusammen das Abendessen kochen.
Ich liebe meine freie Zeit. Ich brauche die Inspiration und ich bin so gerne kreativ. Auch in meiner Freizeit habe ich viele Projekte, deshalb fällt es mir sehr leicht, Feierabend zu machen.
Wenn ich dann am Abend an mein Business denke, sind das meist positive Gedanken, denn ich liebe was ich tue. Falls mich doch einmal etwas stresst, dann schiebe ich den Gedanken bewusst beiseite und sage mir: „Morgen ist auch noch ein Tag.“
Manchmal arbeite ich zu lange.
Ab und zu sitze ich nach dem Abendessen noch einmal am Schreibtisch. Dann wird es bald schon Nacht, denn am Abend werde ich noch einmal richtig munter. Wenn ich an der Webseite oder an Texten feile, kann ich sehr perfektionistisch sein. Manchmal bin ich auch im Schreibflow, habe noch einen Kundinnen-Termin oder eine Deadline.
Dann versuche ich am nächsten Tag bewusst mehr Pausen zu machen. Ab mit dem Hund in den Wald!

Diesen Rat würde ich meinem früheren Ich geben:
Meine erste Kundin kam 2021 zu mir und wenn ich auf die ersten Jahre zurückblicke, würde ich mir selbst sagen:
„Trau dich. Leg los! Verbessern kannst du es immer noch. Vertraue deiner Intuition. Hab Spaß dabei! Geh einfach los. Die Antworten, die du suchst, findest du auf dem Weg und Menschen, die dich unterstützen, ebenso. Lese schlaue Bücher und lerne von denen, die diesen Weg schon gegangen sind.“
Was ich am meisten daran liebe, selbstständig zu sein:
Das sind drei Dinge: Die Freiheit. Das kreative Arbeiten. Die Verantwortung.
Die Freiheit Dinge selbst zu entscheiden: Mir meine Zeit frei einteilen zu können. Selbst zu entscheiden, was wichtig ist und was nicht.
Das kreative Arbeiten: Ich kann meinen Impulsen folgen und meiner Intuition.
Die Verantwortung: Ich bin unabhängig und trage allein die Verantwortung für das, was ich tue, wann, wie und wieviel.
Natürlich habe ich liebe Expertinnen an meiner Seite, die sich zum Beispiel mit der Webseiten-Technik, Listbuilding und SEO besser auskennen, als ich.

Das hat mich am meisten überrascht:
Am meisten überrascht es mich, wie sehr mich mein Business diszipliniert hat. Ich war früher eine kreative Chaotin. Ich habe alles überall hin verlegt, am liebsten neue Projekte angefangen und nichts fertig gemacht.
Doch so funktioniert das im Business für mich nicht. Also habe ich gelernt, sehr strukturiert zu arbeiten und zu kreieren.
Meine absolute Empfehlung dazu ist das Buch „Die 1%-Methode“ von James Clear.
Ich sage nur: Eine vorbereitete Umgebung und du brauchst gar keine Disziplin. Bei mir ist das der aufgeräumte Schreibtisch. Ich kann mich einfach hinsetzen und sofort loslegen.

Zum Weiterlesen:
Wenn du neugierig bist, was die anderen Frauen für Einblicke in ihren Business-Alltag geben, hier geht es zur Blogparade von Linda: „Hinter den Kulissen selbstständiger Frauen“.
Als Astrologin und Achtsamkeitstrainerin schaut Andrea für dich in die Sterne und auch sie möchte mit ihrem Wirken die Welt zu einem besseren Ort machen: „Willkommen in meinem Arbeitsalltag“.
Viel Spaß dabei!
Von Herzen alles Liebe, Miriam
Mentorin für Frauen bei Herzenleuchten® & Schriftstellerin
Herzenleuchten® – Beziehungen voller Lebendigkeit und Liebe


